.divers wird 1 Jahr alt! – Die Veröffentlichungen der Autor*innen auf .divers

Wir haben aus fast allen Texten einige Zitate unserer Autor*innen gesammelt. Hier habt ihr eine Übersicht zu den Texten, die bisher schon erschienen sind. Wir danken allen Autor*innen, die .divers während einem Jahr unterstützt haben. Auf noch viele weitere!

 

„Zeit ist doch eigentlich auch nur eine Form, die sich jemand mal ausgedacht hat, weil die Sonne einen Aufgang und einen Untergang hat“ – Paula Gaess, Zeitlos

„Durch die Infragestellung von Schwangerschaftsabbrüchen wird die Frau entmündigt und verpflichtet, ihren Körper einem anderen Lebewesen zur Verfügung zu stellen.“ – Clara Leinemann, Ich schreibe über Abtreibung.

„Niemand käme auf die absurde Idee über einen Mann, der belästigt wurde, zu sagen „Naja, selbst schuld, wenn sein Tanktop so freizügig ist…“ – wohingegen Sätze wie dieser fast schon standardmäßig fallen, wenn eine Frau belästigt wird.“ – Isabelle Micul,Über Catcalling und Geilheit

„Wieso ist eine Depression salonfähiger als eine Essstörung? Und wieso löst Bulimie Ekel, Magersucht, aber Mitleid aus?“ – Paula Charlotte, Essstörung – Schluss mit Stereotypen

„Denn auch wenn man kein gestörtes Essverhalten mehr zeigt und auch die Gedanken zu einem großen Teil nicht mehr toxisch sind, besteht die Gefahr eines Rückfalls immer. Also, Stay safe, achtet auf euch.“  – Paula Charlotte, Meine Essstörung und Veganismus.

„Was einem hilft weiterzugehen und ständig diesen ermüdenden Kampf zu führen, ist das Urvertrauen in unseren Körper wieder zu erlernen. Das ist immer irgendwo da, aber wir verstecken es, schieben es weg, stellen es in Frage.“ – Paula Charlotte, Here’s to HipDips. Oder: Weight Gain in der Recovery

„Wütende Frauen werden als wütende Feministinnen beschimpft, als wäre es ihr Eigenverschulden wütend darauf zu sein, was die Gesellschaft einem versucht vorzuschreiben.“ – Helena Köster, Davon, ein Mädchen zu sein

„Mädchen* und Frauen* lernen, ihre Tage zu verstecken und heimlich zu versorgen. Wie oft wird auf dem Weg zur Toilette eine Binde in der Hosentasche versteckt oder flüsternd nach einem Tampon gefragt.“ – Lea Pehnt, Die Erdbeerwoche – deine Tage und was du dafür brauchst

„Menschen sind nicht nach Bauplan gefertigt, sondern buchstäblich divers – das angeblich eindeutige biologische Geschlecht existiert auf einem Spektrum.“  – Mine Wenzel, Geschlechtlichkeit – oder warum die Trennung von Geschlecht und Gender problematisch ist

„Es geht also darum sein eigenes Verhalten immer zu hinterfragen und zu reflektieren, auch die weißen Männer, die das schon tun. Wenn es dann in 956 Jahren das weiße Patriachart nicht mehr gibt, dann höre ich auch auf von „weißen Männern“ zu sprechen.“ – Arpana Berndt, Warum ich weiße Männer als weiße Männer bezeichne 

„Auch auf Plakatwänden und in Magazinen wird der Eindruck vermittelt, dass unsere Vorbilder einen nahezu „perfekten“ Körper haben, obwohl sowohl auf Netflix als auch bei Fotoshootings Körper nachträglich so bearbeitet werden, dass sie dem „Ideal“ so nah wie möglich kommen – was sie in Wirklichkeit auch nicht tun.“ – Laura Zielinski, Body Positivity oder eine kurze Geschichte der Body Struggles

„Ich möchte nicht alleine feiern, sondern mit allen zusammen und ich habe umso mehr Spaß, je mehr Spaß auch alle anderen haben. Feiern ist ein Miteinander oder sollte es zumindest sein.“ – Milan Lugerth, Be aware!

„Oft wird einem von Lehrer*innen oder Eltern alles Mögliche vorgeschrieben. Dadurch entscheiden sie was getan werden darf und was nicht. Häufig wirkt es so, als wären diese Regeln in Stein gemeißelt und als müsste man sich als Jugendliche*r nach dem richten was Erwachsene von einem verlangen.“ – Sergio Schmidt, Du hast Rechte, Kenne und nutze sie!

„Um sich sicher zu sein, nicht mit HIV infiziert zu sein, sollten regelmäßig Tests durchgeführt werden. Diese Tests können von jedem anonym und schnell beim Gesundheitsamt kostenlos oder für wenige Euros durchgeführt werden.“ – Billy Berge-Kolb, HIV – Was ist das schon?

„Wir haben uns auf die Suche gemacht und das Internet für euch durchforstet. Und siehe da: einige sehr coole und interessante Podcasts rund um das Thema Feminismus und Queer gefunden.“- Madeleine Zenker, Hör doch mal hin – Queerfeministische Podcasts 

„Es ist aber nunmal so, dass jedes Genital anders ist. Es ist wie mit dem Fingerabdruck. Einzigartig. Aber das muss man erstmal erkennen.“ – Honorata Bystronska, Oh, meine Genitalien!  

„Die Lebensmittel, die wir kaufen und essen haben nicht nur Auswirkungen auf den Menschen der sie zu sich nimmt, sondern auch auf seine Umwelt.“ – Jasper von Römer, ZartBitter  

„Die Gesellschaft sagt einem, dass man in einer Beziehung Sex haben muss. Die Gesellschaft sagt, dass es immer fremde Menschen sind, die dir etwas antun können. Die Gesellschaft sagt, dass das erste Mal nie gut ausgeht. Die Gesellschaft sagt nicht, dass Sex gegen deinen Willen mit jemanden der behauptet, er würde dich lieben, Vergewaltigung ist.“  – Honorata Bystronska, Was aus Liebe nicht passiert.  

„You have changed. You like the person you are seeing. She’s certainly not perfect, it’s certainly not all rainbows and butterflies, but you actually feel as if you two are the same person for the very first time.“ – Luise Lorenz, The facets of beauty  

„Egal, ob links, grün, rot oder bunt, es gilt menschlich zu sein.“  – Céline Weimar-Dittmar, Bevor ihr versucht das Volk zu sein, seid erstmal Menschen 

„Wer keine Pornos sehen möchte, darf sich nicht dazu drängen lassen. Du bist kein Alien, wenn du noch nie einen gesehen hast. Und du musst dich auch nicht blöd fühlen oder rechtfertigen, wenn du das ganz offen aussprichst, wenn es um das Thema geht.“ – Helena Köster, „Ich habe noch nie einen Porno gesehen“ – Ich, 21 

„Rassismus verband ich also immer mit den ganz schlimmen Sachen, die außerhalb meines Alltags stattfanden, aber ich verband es nicht wirklich mit meinem Biologielehrer, der öfter als nötig im Unterricht meine Hautfarbe oder Haare ansprach, immer in „gut gemeinten Witzen“ verpackt.“ – Yamundao Bah, Rassismus an Schulen und was heißt eigentlich POC?  

„Poledance ist ein Sport. Manche Poledancer*innen sind Stripper*innen. Manche nicht. Manche Poledancer*innen tanzen in High Heels. Manche Poledancer*innen tanzen überhaupt nicht. Manche Poledancer*innnen können einen Human Flag. Manche Poledancer*innen sind Feminist*innen.“ – Clara Kaltenbacher, Warum ich stolz darauf bin an einer Stange zu tanzen

„Feed your sons, your brothers the basic 
lessons of equality, staying just and of 
empathy.“ – Hira Nazir, The first men in a women’s life   

„Es geht um Sex, ums Flirten, Feminismus, politische Geschehnisse der letzten sieben Jahre, um Männer und Frauen im Einzelnen und Allgemeinen, um Körper und Schönheitsideale, Gewalt, politische Ausrichtungen und um das Schreiben über diese Themen an sich.“ – Helena Köster, We should all read Margarete Stokowski   

„In meinen Augen zeigen sich die EU sowie nationale Regierungen absolut unfähig/unwillig, das Sterben im Mittelmeer zu verhindern. Anstatt die Situation zu lösen, lassen sie sie durch eine zunehmende Kriminalisierung von humanitärer Hilfe nur weiter eskalieren (siehe Sea-Watch, Lifeline etc.). Nicht-europäische Menschenleben werden als billige Ressource gesehen und ein Verlust solcher wiegt anscheinend nicht besonders schwer.“ – Béla Hackenberg, „Rescue the Rescuer“ – Menschen retten ist nicht illegal  

„Du fühlst dich schön, weil du es auch bist und du fühlst dich gerade gut und siehst aus wie ein fucking floating Angel, also entspann dich und genieß es!“ Und das tat ich auch.“  – Theodora Brad, Ich war heute nackt unter Menschen und die Welt ist nicht untergegangen

„Der Fuß fängt an, zuerst nur ein kleines bisschen, dann aber immer heftiger, im Takt zu klopfen und der Blick wandert melancholisch in die Ferne. Plötzlich wird aus einem Popsong, der keiner sein will, etwas Echtes.“ – Max Böttcher, „1731“ – Eine Plattenkritik    

„Wir sind einzelne Menschen, die der Wunsch nach offenen Grenzen und mehr Selbstorganisation vereint.“ – Anonym, Am unteren Ende der europäischen Nahrungskette / At the bottom of the european food chain 

„Ich versuche zuzuhören, wo ich vorher genervt die Kopfhörer aufgesetzt habe und in meinem Kopf verschwunden bin.“ – Christoph Sitaras, Eine Not(Wendigkeit)?  

„Wenn ich aus unserem Raum, ganz oben in der zweiten Etage nach unten hinausgehe höre ich das lebendige Treiben, die drei Waschmaschinen laufen ständig, die Kinder kindern, Menschen begrüßen mich je nach Bekanntheitsgrad ganz unterschiedlich.“ – Anonym, 5 Rue du Marais  

„Katja Klengel nimmt kein Blatt vor den Mund und fragt warum der Begriff „Vulva“ den meisten mehr Angst macht als „Voldemort“ und was jetzt nochmal das Problem mit Körperbehaarung sein soll.“ – Saskia Scheffel, Zwischen Masturbation und Menstruation 

„Lauter nackte Menschen tanzen über den Bildschirm, Identität und Geschlecht durch jede Menge Bodypaint erfolgreich egalisiert, küssen und lieben sich und vor lauter sorgenlosem Lachen wird einem ganz warm ums Herz.“ – Max Böttcher, Rezension zum Musikvideo „Fourteen“ von Tami T / Review of the music video „Fourteen“ by Tami T

„Durch all diese unterschiedlichen Gruppen von Sexualitäten und Geschlechtsidentitäten und deren Untergruppen und Selbstbezeichnungen ist es wichtig am Ende von LGBTQIA das Pluszeichen zu setzen. Dadurch wird deutlich, dass all jene mitgemeint sind, die nicht cis und/oder heterosexuell sind.“ – Jordan Tanner, Communities of LGBTQIA+

„I have no doubt that there’s a way out“. Ob damit der Ausweg aus dem vorher so treffend beschriebenen Alltagstrott gemeint ist? Man kann es nur hoffen.“ – Felix Geiser, Verfluchtes Hamsterrad 

„Regisseur Alfonso Cuarón (Y tu Mama también, Gravity) wollte einen Film über die Erinnerungen seiner Kindheit drehen. Mit der Entscheidung, das Kindermädchen Cleo zur Protagonistin zu machen, gibt er denjenigen eine Stimme, die oft keine haben.“ – Felix Geiser: Roma, Mexico-City

„Ein Flirt ist sich selbst genug. Wenn vordergründig ein Ziel verfolgt wird, macht es den Flirt kaputt. Ein Flirt macht Spaß und gibt allen beteiligten Personen ein gutes Gefühl.“ – Milan Lugerth, Genieße den Flirt!

„Look at what is happening directly around you and call out inappropriate behavior and open up a conversation about that behavior.“ – Theodora Brad und Lea Terlau, Feminism meets Film: an Interview with Girls* Riot!

„Meiner Meinung nach, müssen wir uns jetzt alle in den Arsch beißen, verstehen, dass hier unsere gemeinsame europäische Zukunft auf dem Spiel steht und uns endlich informieren und politisch werden!“ – Lukas Wiehler: Warum sich deine Zukunft bei dieser Europawahl entscheidet

„Du aber bist ein Prozess und alles, was ihn ausmacht, halte kurz still in einer sich immer schnell drehenden Welt.“ –  Limo, 2506 und 18 Mal

„Da jede*r von uns sein Leben ein bisschen anders lebt und es unterschiedliche Bedürfnisse gibt, gibt es nicht die eine Universallösung zu einem plastikfreien Leben.“ – Nora Fischer: Eine Tonne pro Minute

„Aber warum schmeißen Unternehmen ihre Produkte weg, wenn sie noch genießbar sind?“  – Henrik Hinze: Müll schmeckt.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Lea Terlau
.divers bedankt sich bei allen Autor*innen!

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