How to Sell Drugs Online (Fast) – Eine Rezension

“How to sell drugs online (fast)” ist eine deutsche Jugend Serie, die am 31. Mai 2019 auf Netflix Premiere gefeiert hat. Co-created wurde sie von Phillip Käßbohrer und Matthis Murmann. Die sechs 30-minutigen Folgen handeln von Moritz Zimmerman (Maximillian Mundt), der um seine Freundin Lisa (Anna Lena Klenke) zurück zu gewinnen ein ganzes stash von Ecstasy kauft und zwar mit Geld welches er von seinem besten Freund Lenny (Danilo Kamperidis) ohne zu fragen ‘ausgeliehen’ hat, und jetzt die Pillen verkaufen muss, um ihm das Geld zurück zahlen zu können.

Moritz ist ein ziemlich klassischer Netflix Protagonist: dunkle Haare, awkward, nerdy, und narzisstisch. Ich sags so: man ist nicht schockiert, wenn er seinen besten Freund wieder und wieder fallen lässt, oder wenn er den Facebook Account seiner Ex hackt, oder wenn er sagt “Nerd today, Boss tomorrow” und sich mit Steve Jobs und Mark Zuckerberg vergleicht. Moritz kennt man bevor er seinen Mund geöffnet hat. Persönlich fand ich ihn eher langweilig und ein bisschen nervig. Ich hätte mit der Serie aufgehört, doch etwas hat mich drangehalten und zwar die Lisa.

Lisa ist frisch aus dem Auslandsjahr in Amerika zurückgekehrt und hat mit Moritz Schluss gemacht, um erstmal mit sich selbst klar zu kommen. “Ich bin nach Deutschland zurückgekommen und war mir sicher auf alles ‘ne Antwort zu haben. Spoiler alert! Ich hatte sie natürlich nicht.” sagt sie in der vierten Folge. Mir ist eine realistische Darstellung von Teenager*innen in Serien sehr wichtig, und insgesamt fand ich es in „How to Sell Drugs Online (fast)“ sehr oberflächlich und voller Klischees, aber Anna Lena Klenke spielt mit so viel Herz und Empathie, dass ich die gelegentlich von Eltern geschrieben klingende Dialoge verzeihen kann.

Letztendlich war diese Serie einfach nichts für mich. Die Kameraarbeit und der Soundtrack sind spannend und mitreißend aber die Witze fallen flach, die Charakteren sind eindimensional und jede Erwähnung von Instagram war so unrealistisch, dass ich meine Augen rollen musste.


Ein Artikel von Rosa Lynch
Titelbild von Tanjila Ahmed auf flickr

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