Ein Katzenspiel: Pussy Pairs

Es gibt unfassbar viele Spiele auf dieser Welt und in folgendem erfahrt ihr von dem neuen Spiel Pussy Pairs, das nichts mit Katzen zu tun hat. Ich erzähle euch, wieso ihr euch das Spiel trotzdem zulegen solltet … oder vielleicht nicht?

Pussy Pairs oder auch Mumury, wie die Autorin es nennt, ist ein Memory-Spiel für Klein und Groß. Die Idee stammt von Gloria Dimmel. Nachdem sie einen Gipsabdruck ihrer eigenen Vulva gemacht hat, kam ihr der Gedanke, dass sich Menschen mit echten Vulven befassen können, ohne an irgendwelche körperlichen Grenzen zu stoßen. Nach vielen Komplikationen und Entwicklungen (von denen ihr im kommenden Interview mit der Künstlerin mehr erfahren könnt) sah das Spiel das Tageslicht.

Das Spiel beinhaltet 18 verschiedene Vulven Paare und die Aufgabe besteht darin, diese Paare zu finden, wie in einem klassischem Memory Spiel. Hört sich einfach an, ist es aber nicht.
Ich habe meine Freund*innen auf die Probe gestellt und habe zusammen mit ihnen gespielt. Die erste Reaktion nach ein paar Umdrehungen war bei allen ähnlich: wie soll man die finden, die sehen alle fast gleich aus.
Und ich muss zustimmen, auf den ersten Blick ist es echt hart. Alle Vulven sind in Schwarz-weiß. Das lässt sie ziemlich ähnlich erscheinen. Auch, dass alle Vulven rasiert sind, was ein Wiedererkennungs-Merkmal sein kann, machte es nicht einfacher. Doch je länger wir uns mit den einzelnen Bildern beschäftigt haben, desto mehr Unterschiede sind uns aufgefallen. Da muss ich dem Spiel ein Plus geben, es ist definitiv eines, in dem man erkennt, wie unterschiedlich Vulven doch sind!

Doch immer wieder haben wir uns gefragt: Wieso müssen diese Vulven rasiert sein? Doch wenn man sich überlegt, dass es Gips Abdrücke sind, erscheint es ziemlich logisch. Trotzdem ist es schade, denn es könnte den Eindruck erzeugen, als würden für dieses Spiel nur rasierte Vulven genommen, weil diese besser geeignet sind. Ich bin der festen Überzeugung, dass das nicht der Fall ist, doch ich frage mich, ob es keine Möglichkeit gab, den Vulven Haare zu geben. Auch die Farbe der Vulven sieht auf den ersten Blick sehr gleichmäßig aus. Doch genau das macht das Spiel ein bisschen schwieriger und dadurch muss man einen genaueren Blick auf jede einzelne Vulva werfe. Und gerade deswegen ist dieses Spiel besonders. Man muss sich mit verschiedenen Vulven befassen und die Unterschiede erkennen, um im Spiel zu siegen. Die Frage ist jedoch: Ist der Sieg wirklich das Ziel oder doch die Erkennung der Vielfalt?

So oder so ist es ein ziemlich großartiges Spiel, das für alle Altersgruppen geeignet ist. Man kann sie als Aufklärungsansatz nutzen, als Ice-breaker auf der Party oder einfach als Gehirn Training für den Sonntag-Nachmittag. Die Verpackung ist klein genug und praktisch zu transportieren und sehr stilvoll, aber minimalistisch designed. Das Mumury ist Anfangs anstrengend aber nicht aufgeben! Es ist letztendlich unterhaltsam und macht Spaß. Ein Daumen hoch für die Idee und für die Vulven die sich bereit erklärt haben da mitzumachen.
Ein weiterer Grund für einen Daumen hoch ist, dass ein Teil des Profits an die Organisation Safe Hands for Girls gespendet wird. Die Organisation hilft Frauen* und Mädchen*, die Opfer von Genitalverstümmlung wurden und kämpft gegen Kinderheirat.

Auch wenn es vielleicht wünschenswert wäre, das Spiel weiterzuentwickeln, um die Vielfalt der Vulven noch mehr zu unterstützen, ist es ein guter Schritt in Richtung: Alle Pussies sind spielenswert!

Ein Artikel von Honorata M. Bystronska
Titelbild mit freundlicher Genehmigung von Honorata M. Bystronska

Mehr Infos bekommen oder das Spiel bestellen könnt ihr beim Achse Verlag

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