Periodenunterwäsche – alles geregelt?

Stoffbinden, Bio-Baumwolltampons, Menstruationstassen – und jetzt auch Periodenunterwäsche. Mittlerweile gibt es diverse Optionen, während der Menstruation möglichst komfortabel und nachhaltig unterwegs zu sein. Aber hält Periodenunterwäsche auch, was sie verspricht?

Periodenslips gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Schnitten und Farben und sind äußerlich von normaler Unterwäsche meist kaum zu unterscheiden. Es handelt sich um mit speziellen Membranschichten ausgestattete Unterhosen, die je nach Hersteller*in und Variante die Blutmenge mehrerer Tampons aufsaugen können. Die Slips sollten sich weiterhin trocken anfühlen und geruchlos sein – ist das nicht mehr der Fall, ist es an der Zeit, die Hose zu wechseln. Die Nutzung ist dabei denkbar unkompliziert: Nach dem Tragen wird der Slip mit kaltem Wasser per Hand ausgewaschen, um Keim- und Geruchsbildung vorzubeugen. Dann kann er mit der normalen Wäsche bei maximal 60°C in die Waschmaschine. Wenn du dich an diese Vorgaben hältst, hast du im Idealfall bis zu zwei Jahre lang etwas von deiner Periodenunterwäsche, ehe sie ihre bakterienhemmende Wirkung (und ihre Saugfähigkeit) langsam verliert. Aber auch dann kannst du sie noch als normale Unterwäsche weiter verwenden. Ziemlich praktisch, wie ich finde.

Geheimtipp Periodenslip

Ich bin überrascht, wie gut das Ganze funktioniert: Die Unterwäsche fühlt sich super komfortabel an, gerade Schnitte mit höherem Bund, zum Beispiel das Modell „Hipster“ von Taynie*, verhindern zudem, dass sie verrutscht. Nach dem Waschen sehen die Slips wieder wie neu aus und es bleiben keine Flecken, wie anfangs befürchtet. Wie lange du mit einer Unterhose über die Runden kommst, hängt von ihrer Saugkraft und der Stärke deiner Periode ab: Für die „Tage vor den Tagen“ und bei schwacher bis mittelstarker Blutung sind Periodenslips in der Regel (haha) ideal geeignet. Dann kannst du sie auch mal den ganzen Tag über (maximal 10 bis 12 Stunden lang) tragen. Bei sehr starker Blutung empfehle ich dir allerdings, dich mit besonders saugstarken Slips auszustatten, denn nicht immer reicht eine normale Hose allein dann aus. Entweder musst du sie entsprechend öfter wechseln oder in Kombination mit anderen Hygieneprodukten verwenden, um ein Durchbluten zu verhindern. Gerade zusätzlich zu Tampons oder Menstruationstassen bietet die Unterwäsche Sicherheit, besonders nachts oder beim Sport.

Klar, das hat auch seinen Preis: Bei den meisten Anbieter*innen kosten Periodenslips zwischen 20 und 40 Euro pro Stück. Das erscheint zwar zunächst recht teuer für eine Unterhose, ist meiner Meinung nach aber eine sinnvolle Investition, wenn du die Menge an Tampons und Binden bedenkst, die du dir sonst kaufen würdest. Und erst die Plastikersparnis! Vorausgesetzt, du stattest dich mit genügend Slips aus (empfohlen werden etwa fünf) und benutzt nebenbei, wenn nötig, eine Menstruationstasse, kannst du auf diese Weise müllfrei durch die Periode kommen. Und vor allen Dingen komfortabel: Statt mehrmals täglich deine Binden wechseln zu müssen oder deinen Körper mit Chemikalien zu belasten, die häufig in Tampons enthalten sind, reicht eine simple Unterhose aus, um mehrere Stunden zu überbrücken.

*Zum Testen ihrer Periodenslips wurden mir von Taynie freundlicherweise die drei Modelle „Deluxe“, „Feeling Blue“ und „Hipster“ zugeschickt.

Artikel: Luisa Toschke
Titelbild: Mit freundlicher Genehmigung von Taynie

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