„Ich glaube, dass wir alle blinde Flecken haben“ – Ein Interview mit DRUCK

DRUCK – eine Serie, so radikal nah und sinnbildlich für schnelllebige Generationswandel. Aber wer steckt eigentlich hinter der interaktiven Webserie DRUCK? Wie entstehen die Geschichten, in denen sich hunderte von Jugendlichen gesehen fühlen und was sind die persönlichen sowie politischen Motivationen hinter den Schreibprozessen? 

Im Interview mit Regisseurin Sarah Blaßkiewitz und Head-Writerin Jasmina Wesolowski bekommt .divers Redakteur:in Alica einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen und stellt eure spannenden Fragen aus der Community.

Alica: Liebe Sarah, liebe Jasmina, wie schön, dass dieses Interview klappt! Wir bei .divers sind große DRUCK Fans, wie auch viele aus unserer Community und freuen uns die Menschen kennenzulernen, die hinter dieser großartigen Serie stecken. Wollt Ihr euch vielleicht kurz vorstellen und erzählen, was ihr bei DRUCK so macht? 

Jasmina: Sehr gern! Ich bin Jasmina (Pronomen: Sie/Ihr), bin DRUCK-Autorin, seit der vierten Staffel dabei und seit der sechsten Staffel gemeinsam mit Jonas Lindt Head-Writerin in einem Writers Room mit Paulina Lorenz und Raquel Kishori Dukpa aus dem Kollektiv „Jünglinge“.

Sarah: Ich bin Sarah (Pronomen: Sie/Ihr) und Regisseurin für die letzten vier Folgen der sechsten Staffel.

Alica: Was möchtet Ihr mit diesem Projekt erreichen, was treibt euch an und welche Message steckt hinter DRUCK? 

Jasmina: Für mich ist das Besondere an DRUCK, was es auch im norwegischen Original „SKAM“ ist, was sich durch seine Authentizität und Figurennähe auszeichnet. Julie Andem hat erstmal zwei Jahre nur recherchiert, als sie SKAM erschaffen hat. Das merkt man dieser Serie einfach an, dass sie mit Leuten erzählt und nicht über sie. Genau das versuchen wir auch. Wir versuchen, so nah es geht an den Jugendlichen dran zu sein und so viel wie möglich mit ihnen zu sprechen. Es ist auch total besonders, dass wir die Möglichkeit haben, abseits der deutschen Mainstream-Medien von Themen zu erzählen, die dort unter den Tisch fallen. 

Sarah: Für mich ist ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. Vor allem, weil ich so kurz nach meinem Debutfilm ein Serienformat machen konnte. Als Regisseur:in ist eine Serie natürlich eine ganz andere Herausforderung als ein Film. Für mich ist das Besondere, dass ich der jüngeren Generation durch das Projekt etwas geben kann, was mir selbst als Teenie fehlte.

Alica: Wie ist der Writing Prozess aufgebaut? Und was ist euch am wichtigsten beim Schreiben und Erzählen von Geschichten?

Jasmina: Wir wollten insbesondere in den intensiven Austausch mit Jugendlichen gehen, die speziell unsere Protagonist:innen repräsentieren. Hier standen wir beispielsweise in der 6. Staffel vor der Herausforderung, dass wir die Lovestory zwischen einem gambianisch-deutschen Mädchen und einem vietnamesisch-deutschen Mädchen erzählen, also Perspektiven, die im Writers Room nicht vorhanden waren. Daraufhin haben wir versucht so viel wie möglich mit Recherchepartner:innen zu sprechen, um dieses Defizit aufzufangen, aber auch mit den Schauspieler:innen in Austausch zu sein.

Sarah: Das Wichtigste beim Erzählen und Inszenieren ist mir, die fiktive Person zum Leben zu erwecken. Darin sehe ich dann auch die große Herausforderung, die Fiktion aussehen zu lassen wie die Realität. Gleichzeitig ist das auch das Spannende am Filmemachen: Die Dinge vorher so festzulegen, dass alles in einem bestimmten Rahmen passieren kann. Davon kann man dann bedingt abweichen, aber eben nur in einem gesteckten Rahmen. Die große Kunst bei DRUCK ist es, den Zuschauer:innen einen Moment zu vermitteln, den sie so spüren, als würde er gerade wirklich passieren, obwohl er eben geplant war. 

Alica: Warum arbeiten bei DRUCK verschiedene Regisseur:innen?

Sarah: Wir versuchen ja möglichst in Echtzeit zu produzieren. Und natürlich müssen wir immer vorproduzieren, aber trotzdem müssen wir überlappend arbeiten. Während ein:e Regisseur:in noch im Schnitt sitzt, fängt der oder die nächste dann schon wieder an, zu drehen. Ein anderer Grund ist natürlich, dass durch eine Auffächerung, auch im Writers Room, die größtmögliche Vielfalt zustande kommt.

Die große Kunst bei DRUCK ist es, den Zuschauer:innen einen Moment zu vermitteln, den sie so spüren, als würde er gerade wirklich passieren, obwohl er eben geplant war.

Sarah Blaßkiewitz, Regisseurin bei DRUCK

Alica: Super interessant! Ähnlich funktioniert das ja auch im Writers Room. Dort teilt Ihr euch auch auf unterschiedliche Szenen auf. Jasmina, du hattest vorher schon erwähnt, dass ihr im Schreibprozess vor verschiedenen Herausforderungen steht, wie beispielsweise die Erzählung der Liebesgeschichte zwischen einem gambianisch-deutschen und einem vietnamesisch-deutschen Mädchen, obwohl das im Writers Room nicht repräsentiert ist.  Arbeitet Ihr mit Expert:innen für Rassismus und LGBTQIA+ zusammen? 

Jasmina: Ich glaube, dass wir alle blinde Flecken haben und dass es absolut unmöglich ist, das perfekte Ergebnis zu erzielen. Es war ein wichtiger erster Schritt, dass das Kollektiv „Jünglinge“ dazugekommen ist, das sich sehr viel für queere BIPoC Repräsentation in der deutschen Medienlandschaft einsetzt. Sie waren immer in Feedbackloops dabei und haben sich relativ früh dafür eingesetzt, dass wir alle einen Anti-Rassismus Workshop machen, sowohl die Crew als auch die Schauspieler:innen. Uns stand dann großartigerweise die Autor:in und Anti-Rassismus Trainer:in Arpana Berndt zur Beratung zur Seite. Zusätzlich haben wir auch hier versucht, durch verschiedene Rechercheeinheiten unterschiedliche Themenfelder so gut es geht abzudecken. Ich glaube inzwischen, dass es der einzige Weg sein sollte, sich durch solche intensiven Recherchephasen an Film und Serie anzunähern, um sich einerseits nicht die Geschichten anderer anzueignen und andererseits in unauthentische und schlimmsten Fall in verletzende Klischees abzurutschen. Hilfreich und notwendig war es auf jeden Fall auch, dass auch hinter der Kamera Schwarze Perspektiven vertreten waren – neben Sarah in der Regie z.B. auch beim Social Media Team, der Maske oder im Kostüm. Wir wissen aber auch, dass noch Luft nach oben ist.

Sarah: Der Bereich Maske und Kostüm ist mir auch nochmal wichtig zu betonen. Als ich als afrodeutsche Person in dieses Projekt eingestiegen bin und dann in der Maske und im Kostüm Frauen getroffen habe, die zu mir, der Figur Fatou oder der Figur Ava einen Bezug haben und das fühlen können, habe ich mich riesig gefreut. Aus langjähriger Erfahrung kann ich sagen, dass das nicht immer so war.

Ich glaube inzwischen, dass es der einzige Weg sein sollte, sich durch solche intensiven Recherchephasen an Film und Serie anzunähern, um sich einerseits nicht die Geschichten anderer anzueignen und andererseits in unauthentische und schlimmsten Fall in verletzende Klischees abzurutschen.

– Jasmina Wesolowski, Autorin und Head-Writerin bei DRUCK

Alica: Wie sieht es denn mit Expert:innen in Bezug auf LGBTQIA+ aus? 

Jasmina: Kurz zum Prozess. Die Idee, dass Fatou lesbisch sein soll war relativ früh da und wurde auch so schon im ursprünglichen Writers Room diskutiert, in dem diese Perspektiven noch nicht vorhanden waren. Am Anfang waren das dann erstmal eher lose Ideen, die es dann galt, mit dem Casting Prozess zu vereinbaren. Da haben dann das Casting Team Raquel Kishori Dupka, Melek Yaparak und Angelika Buschina in enger Zusammenarbeit mit der Regie verschiedene Institutionen angeschrieben und speziell nach Schaupieler:innen gefragt, die auch queer sein könnten. Aber das ist in dem Alter natürlich ein super sensibles Thema. Man möchte keine jungen Menschen dazu zwingen, Aussagen zu machen. Es ist eine Herausforderung, sensibel damit umzugehen und es war extrem wichtig, dass das Kollektiv Jünglinge am Casting beteiligt war. Auch außerhalb des Casting-Prozesses war es natürlich ein großer Vorteil, dass im Writers Room und bei den Schauspieler:innen queere Repräsentation vorhanden war.

Sarah: Ich habe für meine Inszenierung bei Autor:innen und queeren Menschen erfragt „Was würde dir gefallen? Was ist schön? Was tut weh? Und was ist wichtig? Oder was habe ich noch nie gesehen?“ Und dann habe ich diese verschiedenen Erfahrungen auf unterschiedliche Szenen verteilt. Zusätzlich braucht es natürlich auch Menschenverstand, um etwas zu inszenieren, was man selbst vielleicht so noch nicht erlebt hat. 

Jasmina: Mir ist gerade das kleine schöne Beispiel eingefallen, wie Fatou diese bunten Regenbogensocken zu Weihnachten bekommen hat. Da merkt man sofort, die Idee kommt von einer queeren Person, die weiß, was nicht-queere Eltern ihren Kids schenken. Da merken die Fans: Da haben queere Leute im Writers Room gesessen. Oder „Ah, die Schaupieler:innen wissen auch, was sie da machen.“ Und das sind dann diese kleinen feinen Zwischentöne, die den Unterschied machen. 

Auch außerhalb des Casting-Prozesses war es natürlich ein großer Vorteil, dass im Writers Room und bei den Schauspieler:innen queere Repräsentation vorhanden war.

Jasmina Wesolowski

Alica: Auf jeden Fall! An der Serie lässt sich unter anderem sehr subtil erkennen, dass queere Menschen beteiligt sind und sorgt dann auch für schöne Fanmomente. Das kann ich nur bestätigen. 
Die Community reagiert zudem sehr stark auf den Konflikt zwischen Mailin und Ava. Welche Rolle spielt dieser Konflikt für euch und was gibt uns dieser mit auf den Weg?

Sarah: Weil ich gerade dabei bin, die letzten Folgen zu schneiden, geht es mir natürlich sehr nah ans Herz, auch weil man schon sieht, wie online reagiert wird. Für mich spielt dieser Konflikt insofern eine wichtige Rolle, als dass es über einen sehr langen Zeitraum zeigt, dass nicht alles nur gut oder nur böse ist. Dass es sehr viel Zeit, Geduld und Auseinandersetzung benötigt, um alle Schattierungen eines solchen Konfliktes zu verstehen. Dass eine Ava verhindert sein kann, auszusprechen, was wirklich in ihr vorgeht, weil wir hier von einem gravierenden Trauma der Ausgrenzung reden. Wann gibt man überhaupt etwas Persönliches preis, wenn man jahrelang gemobbt wurde? Und jetzt haben wir diesen Konflikt, der sich scheinbar unendlich dehnt und man fragt sich ständig: „Warum reden sie denn nicht miteinander?“ Doch erst in Echtzeit merkt man, wie schmerzhaft dieser Konflikt ist. Wie schmerzhaft es ist, was sie erleben. Was Rassismus bedeutet, was es auch bedeutet sich mit dem Thema als weißes deutsches Mädchen auseinander zu setzen. Und ich finde das total wichtig, dass jetzt alle mit dieser Staffel da durchgehen. Das benötigt Zeit und es tut auch mal weh. Und man kann nicht immer Ava verstehen und man kann nicht immer Mailin verstehen. Wenn wir uns dem wirklich widmen, dann glaube ich, erfahren wir etwas, was beispielsweise eine Person wie ich ihre ganze Jugend erlebt hat. Ich sag jetzt nicht, dass ich meine ganze Jugend über gemobbt wurde, und das war dann vielleicht nicht wegen meiner Hautfarbe, sondern wegen etwas anderem, aber das ging ein halbes Jahr. Ein halbes Jahr in der Schule gemobbt zu werden, danach hast du keinen Bock mehr auf deine Mitschüler:innen und auf Schule. Und du redest auch nicht mehr mit denen. Und wenn das durch diese Staffel bewusst wird, bin ich froh. Ich finde es sehr berührend, dass der Konflikt so groß wird.

Für mich spielt dieser Konflikt insofern eine wichtige Rolle, als dass es über einen sehr langen Zeitraum zeigt, dass nicht alles nur gut oder nur böse ist. Dass es sehr viel Zeit, Geduld und Auseinandersetzung benötigt, um alle Schattierungen eines solchen Konfliktes zu verstehen

Sarah Blaßkiewitz

Jasmina: Ich find es sehr interessant, was du gesagt hast mit den Schattierungen, weil es für mich auch ein richtiger Prozess war zu lernen, wie facettenreich dieser Konflikt ist. Und dass wir vor allem als weiße Menschen, die in unserer Gesellschaft mit strukturellem Rassismus groß werden, eine ganz bestimmte Vorstellung davon haben, was Rassismus eigentlich bedeutet. Und das ist eine nicht besonders detaillierte und unkritische Auseinandersetzung mit dem Thema: Sobald du mich als rassistisch bezeichnest, fühle ich mich total angegriffen und fange an, mich zu wehren. Die Rolle, die dieser Konflikt für uns gespielt hat, war, dass man aufzeigt, wie unglaublich anstrengend es als Person of Color sein kann, sich ständig mit diesen Problemen auseinanderzusetzen und dass es auch sowas gibt wie eine Müdigkeit, dass man gar nicht mehr über bestimmte Themen reden will, möchte und sollte, vor allem wenn auch noch andere Sachen im Leben abgehen. Auf der anderen Seite gibt es von Mailin dieses starke Bedürfnis verstehen zu wollen. Sie ist sich ihrer Privilegien als weißes Mädchen nicht bewusst. Wir wollten gemeinsam mit ihr diese Reise antreten, dass sie anfängt zu realisieren und verschiedene Schritte durchläuft, bis sie dann versteht, worum es eigentlich geht. Auch hier wird es einen Bogen geben, der aber nicht abgeschlossen ist. Denn wie auch im wahren Leben muss man sich immer wieder mit dem Thema auseinandersetzen. Vor allem ist es uns auch wichtig, mit dem Thema aufzuzeigen, dass es nicht die Aufgabe Schwarzer Menschen ist, ihren weißen Freund:innen Rassismus zu erklären, sondern dass man selber inzwischen die Möglichkeiten hat, sich schlau zu machen und auch mit anderen weißen Menschen über dieses Thema zu sprechen, um Schwarze Menschen zu entlasten. 

Vor allem ist es uns auch wichtig, mit dem Thema aufzuzeigen, dass es nicht die Aufgabe Schwarzer Menschen ist, ihren weißen Freund:innen Rassismus zu erklären

– Jasmina Wesolowski

Alica: Super interessant! Zusätzlich spielt die Liebesgeschichte zwischen Kieu My und Fatou eine ganz wichtige Rolle in der sechsten Staffel und lässt im Moment die Herzen vieler queerer Jugendlicher höherschlagen. Inwiefern steht die Beziehung zwischen Fatou und Kieu My sinnbildlich für eine Generation?

Sarah: Ich kann es tatsächlich auch an einer älteren Generation festmachen. Wenn ich meinem Opa den Kuschelclip von Kieu My und Fatou schicke und sage „Guck mal, was ich gemacht habe“ und mein Opa dann sagt: „Wow wie toll, dass eine vietnamesisch-deutsche und eine afro-deutsche junge Frau zusammen im Bett liegen, deutsch reden und eine Beziehung führen.“ Diese Generation ist hoffentlich nicht mehr alleine, zum Beispiel im Sinne von: Die einzige Afro-Deutsche in einer Kleinstadt zu sein. Das hat sich verändert und das sehen wir jetzt in dieser zweiten und dritten Generation. Und von daher zeigt es für mich etwas sehr, sehr reales und schönes. 

Diese Generation ist hoffentlich nicht mehr alleine, zum Beispiel im Sinne von: Die einzige Afro-Deutsche in einer Kleinstadt zu sein. Das hat sich verändert und das sehen wir jetzt in dieser zweiten und dritten Generation.

– Sarah Blaßkiewitz

Alica: Auf welche Szene seid Ihr besonders stolz und warum? 

Sarah: Meine Lieblingsszene, auf die ich wirklich sehr stolz bin und die sehr wichtig war im Zusammenhang mit dem Druck von Seiten der Schule, ist mit der Hauptfigur Fatou. Es geht um einen Selbstfindungsweg von Fatou und einen Reinigungsmoment mit dem Bruder. Zwei Menschen sitzen sich gegenüber, die sich seit der Geburt kennen. Als ich die Szene gelesen habe, dachte ich mir, ja das kann ich nachvollziehen, das kann ich fühlen, und als wir gedreht haben, ist mir auf einmal eine Welt aufgegangen. Und das hat auch mit der Musik zu tun, die bei der Szene schon vorher stand. Dann haben wir das gedreht und es war arschkalt, aber wir haben es immer wieder aufs Neue gefühlt. Und wenn ich diese Szene jetzt im Schnitt sehe, ist das einfach der perfekte Moment. Jeder Gesichtszug stimmt, jede Reaktion. Und das ist dieser echte wahrhaftige Moment, den du in deiner Arbeit als Schauspieler:in, als Regisseur:in oder Autor:in suchst. Wenn alles aufgeht. 

Alica: Gibt es ein Drehbuch für die Instagram Stories der Charaktere? Und wie läuft das genau ab?

Jasmina: Wir haben immer alle Social Media Teile in den Drehbüchern, schreiben immer schon im Vorfeld alle WhatsApp Chats und haben auch schon Ideen für die Social Media Stories. Nardos Hagos, Lea von den Steinen und Naomi Bechert sind unser großartiges Social Media Team und sind nach den Drehtagen immer noch am Set, um Content zu produzieren. Teilweise haben die Schauspieler:innen ihre Handys auch dabei und stellen unterwegs noch Content her. Das Team hat sich auch viel damit auseinandergesetzt, wie solche Profile von 16, 17-jährigen aussehen und was das über einen Charakter aussagt. Auf der einen Seite hat man so ein Finn Profil, der random einen Penis mit einer Ketschupflasche malt und fotografiert und dann die Insta-Queen Kieu My, die einen komplett durchgestylten Feed hat oder Fatou, die ein einziges Chaos in Form von Memes verkörpert. 

Alica: Was können wir von der nächsten Staffel erwarten und wann geht es mit der 7. Staffel in die nächste Runde?

Jasmina: Druck ist erstmal abgeschlossen und wir müssen abwarten, wie es weitergeht. Die Daumen sind gedrückt und wir hoffen natürlich auf eine weitere Staffel. 

Alica: Viele junge Menschen finden eure Arbeit ziemlich cool und würden sicherlich auch gerne mal in den Bereich gehen. Gibt es Möglichkeiten, sich bei euch einzubringen, also beispielsweise durch ein Praktikum oder anders einen Einblick in Eure Arbeit zu bekommen? 

Jasmina: Praktika beim Film sind auf jeden Fall eine gute Möglichkeit. Man könnte z.B. gucken, was einen in der deutschen Filmlandschaft interessiert und Produktionsfirmen anschreiben. Bei Filmhochschulen kann man sich auf jeden Fall auch bewerben, wenn man Filmemachen professionell machen möchte. Am Set zu sein und mitzubekommen, was da eigentlich passiert und wie Film entsteht oder die einzelnen Prozesse ablaufen, hilft auch unglaublich weiter. 

VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW! 

Ein Interview von Alica Bonauer
Bilder mit freundlicher Genehmigung von DRUCK- Producing, funk/Carolin Saage, Schreibkollektiv Q3, Sarah Blaßkiewitz.

Alica ist .divers Redakteur:in und studiert im Master Gender Studies in Berlin.  

©Kathinka Schroeder

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